«Im hübsche Dorf am Sunnehang»
Bürgermusik Wildhaus begeisterte mit ihrem Unterhaltungsabend - weitere Aufführungen
heute Mittwoch und am Samstag
Einmal mehr wussten die Mitglieder der Bürgermusik Wildhaus, was bei ihrem Publikum ankommt. Beim vielfältigen
musikalischen Programm und einem Lustspiel in zwei Akten kam jeder Besucher im
Mehrzweckgebäude Chuchitobel in Wildhaus auf seine Kosten.
BEATRICE BOLLHALDER

Gezeigt, was sie unter rassiger Blasmusik verstehen:
Musikantinnen und Musikanten der Bürgermusik Wildhaus
Bild: Beatrice Bollhalder
Wie in jedem Jahr erfreuten auch heuer die Musikantinnen und Musikanten der Bürgermusik Wildhaus die Bevölkerung mit einem
bunten Unterhaltungsabend. Unter der Leitung von Christian Schlegel zeigten die 40 Musikantinnen und Musikanten, was sie unter rassiger
Blasmusik verstehen. Mit einem Marsch eröffneten die Wildhauser am Samstagabend im Mehrzweckgebäude «Chuchitobel» ihr Konzert.
Präsident Martin Hardegger durfte in einen fast vollen Saal blicken, als er die Gäste begrüsste und sich bei Gönnern, Passivmitgliedern und
Sponsoren bedankte.
Breites Melodien-Spektrum
Mit dem «Rag from Ageri», komponiert vom Dirigenten der «Dorfspatzen Oberägeri» ging es im Programm weiter. Beliebte Volks-
und Wanderlieder im Stil von James Last folgten darauf. Anschliessend begeisterten die Tambouren mit einem gefälligen Stück
namens Calibra das Publikum. Das Solo für zwei Tenorhörner spielten für einmal drei Musikanten, nämlich Caroline Eberle, Martin Näf und
Daniel Mühlestein. Ein Basssolo vom Feinsten präsentierte anschliessend Klaus Wenk. Bekannte und weniger bekannte
südamerikanische Melodien wurden im Medley «Holiday in Mexico» zusammengefasst. «Latin Fantasy» hiess das nächste Stück der
Tambouren, die diesmal durch drei Nachwuchsmitglieder verstärkt waren. Wie in jedem Jahr haben sich die Wildhauser auch diesmal
etwas fürs Auge ausgedacht. Für das Stück «Can-Can» von Jacques Offenbach haben sich Melch Wenk und Peter Frei in zwei knackige
Tänzerinnen verwandelt. Jodeln will gelernt sein, das mussten sich auch die Musikantinnen und Musikanten der Bürgermusik Wildhaus
eingestehen. Sie haben das Wildhauserlied, arrangiert von Christian Schlegel, vorgetragen. Während die Liedstrophen
durchaus angenehm herüberkamen, fehlte beim Jodel doch noch einige Übung, wie Martin
Hardegger selber feststellte. Mit einem fetzigen Boogie Woogie wurde das offizielle Programm beendet. Mit einem rassigen
Egerländer als Zugabe bedankte sich die Bürgermusik Wildhaus beim Publikum für
den Beifall. Während die Lose für die traditionelle Tombola verkauft wurden, konnte auf der Bühne alles für das Theater hergerichtet
werden.
Heiteres Lustspiel
«Älpler 'Händy'-roone», das Lustspiel in zwei Akten unter der Regie
von Gregor Eberle, spielt diesmal in einer Berghütte. Wie Ernst Blaser, gespielt von Josef Wenk, zu seinem privaten Glück kommt,
was Knecht Sepp, dargestellt von Paul Götte, und Monika Forrer als Magd Lisa für turbulente Szenen auf dem Bergheimet erleben
und welche Rolle das Ehepaar Löffel, gespielt von Ruth Wickli und Daniel Näf, dabei spielen, wird an dieser Stelle nicht weiter verraten. Claudia
Vetsch als Rita Steiner und Franziska Krähemann als Trudi Burger spielen ebenfalls Rollen in diesem Theaterstück, das jeder selber
gesehen haben muss.
Das Tanzbein schwingen
Zum Abschluss des gelungenen Unterhaltungsabends am Samstag in der Mehrzweckhalle «Chuchitobel» in
Wildhaus spielten die «Goldlochbuäbä» aus Goldingen zum Tanz auf. Und auf dem Weg
nach Hause kamen die Besucherinnen und Besucher unweigerlich an der Bar vorbei, wo verschiedene Getränke angeboten wurden und die
noch für ein paar Stunden zum Verweilen einlud. Heute Mittwoch und am kommenden Samstag finden
weitere Unterhaltungsabende der Bürgermusik Wildhaus statt. Das Programm bleibt das gleiche,
geändert wird allerdings die Tanzmusik. An diesen Abenden wird das «Saxonys Orchester» aufspielen und die Melodien für die Tänzer
präsentieren.